Heil- und Küchenkräuter

Essbare Blüten – Teil I: Borretsch

25. Juli 2017

Eine Vielzahl der bunten Blüten in unserem Garten sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch sehr schmackhaft und das nicht nur für Bienen und Hummeln. Gänseblümchen und Co. können auch unseren Speiseplan bereichern und werten jedes Gericht optisch auf.

Einige Pflanzen, deren Blüten getrost in oder zur Zierde auf unseren Speisen landen dürfen, möchte ich in der Reihe „essbare Blüten“ vorstellen. Den Anfang macht Borretsch, auch wenn einige Wissenschaftler die Genießbarkeit der Heil- und Gewürzpflanze seit 2013 in Frage stellen.

Borretsch-Essbare Blüten
Hat man Borretsch einmal im Garten ausgesät, samt er sich jedes Jahr von Neuem selbst aus. Vor vier Jahren hielt die einjährige Pflanze auch in unserem Garten Einzug. Anfangs hatte ich ihr einen Platz neben den Erdbeeren zugewiesen, weil man beiden eine gute Nachbarschaft nachsagt. Inzwischen leistet Borretsch, der aufgrund seines gurkenähnlichen Geschmacks auch Gurkenkraut genannt wird, aber nicht mehr nur Erdbeeren Gesellschaft. Von Jahr zu Jahr sucht er sich bei uns einen anderen Platz. Er vagabundiert förmlich zwischen den Gemüse- und Staudenbeeten.

Borretsch sät sich selbst aus
Seine vielen kleinen sternenförmigen blauen Blüten bringen Farbe ins Gemüsebeet. Einzig die rauen behaarten Stängel und Blätter des Borretsch empfinde ich bei der Gartenarbeit hin und wieder als störend. Dennoch möchte ich ihn in unserem Garten keineswegs mehr missen. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass seine mit Nektar gefüllten Blüten unzählige Bienen und Hummeln in den Garten locken. Bis in den Herbst hinein summt und brummt es munter um den Borretsch herum. Kein Wunder, dass die Pflanze auch als Bienenweide bezeichnet wird.

Aber nicht nur Bienen und Hummeln wollen Borretsch auf ihrem Speiseplan nicht missen. Bei uns schmücken die sternförmigen blauen Blüten so manchen Gartensalat. Dieser hier enthält alles, was der Garten momentan zu bieten hat: Kopfsalat, weiße und rote Radieschen, Gurke sowie die ersten roten und gelben Tomaten. Wobei ich gestehen muss, dass die Gurke von meiner Schwiegermama in spe gesponsert wurde. Alles andere stammt aber aus unserem Garten. Das gilt auch für den Schnittlauch und die Petersilie, die im Übrigen die Grundlage für das Dressing bildeten.Essbare Blüten im Gartensalat

Bei einigen Köchen ist das essbare Gewürzkraut aber auch Bestandteil der Grünen Soße, des Gurkensalats oder der Suppe. Borretsch ist demnach in der Küche vielseitig einsetzbar.

Borretsch in der KücheAber wie bereits angedeutet, sollte man es mit dem Genuss von Borretsch nicht übertreiben. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Borretsch einen hohen Anteil an Pyrrolizidinalalkaloide enthält, welche in zu hoher Konzentration schädlich für die Leber sind. Wer kein Risiko eingehen möchte, muss die Blüten ja nicht verzehren, sondern nutzt sie einfach nur zur Zierde von Salat und Süßspeisen – so bleibt auch mehr für Bienen und Hummeln.

Sarah

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