Obst

Kein Sommer ohne Erdbeeren

31. Juli 2017
Gartenerdbeeren vermehren

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht. Aber ich meine, niemanden zu kennen, der den roten aromatischen Früchten widerstehen kann. Mit Beginn der Spargelzeit fiebere ich bereits den ersten heimischen Erdbeeren entgegen. Ende April ist es dann meist soweit und man bekommt die ersten roten Früchte auf dem Markt. Die stammen natürlich aus dem Gewächshaus und bieten dem Gaumen nur einen kleinen Vorgeschmack auf das, was von Mai bis Juli noch vom sonnigen Feld kommen mag.

Wer einen Garten hat, räumt dem Rosengewächs und seinen wohl schmeckenden Früchten eigentlich immer ein kleines Plätzchen ein. Auch in unserem Garten sind Erdbeeren ein klares Muss und seit unser kleines Fräulein die roten Früchte für sich entdeckt hat sowieso. Ginge es nach ihr, könnte es jederzeit Erdbeeren satt geben.Erdbeeren frisch aus dem Garten

Doch Ende Juli nähert sich die Erdbeerzeit so langsam ihrem Ende, einzig Monatserdbeeren tragen Früchte bis in den Oktober hinein. Die beherbergt unser Garten zwar auch, aber ich persönlich ziehe die Gartenerdbeere der Monatserdbeere vor. Auch wenn diese, in unserem Fall die der Sorte Korona, nur von Mitte Mai bis Ende Juni Früchte trägt. Die Ernte fällt dafür bei gutem Wetter oftmals reichlich aus. Die Früchte sind süß und aromatisch. Sie landen daher schnell im Mund, im Salat, in der Marmelade oder auch in der Galette und unbedingt für „schlechte Zeiten“ gefroren im Tiefkühlfach.Erdbeeren und Rhabarber

Damit dass auch im nächsten Jahr so ist, setze ich in der Regel von August bis September bereits Erdbeerpflanzen fürs kommende Jahr. Meiner Oma zufolge kann man ruhig schon im Juli zur Pflanzschaufel greifen. Je eher desto reicher die Ernte, sind immer ihre Worte. Dieses Jahr habe ich ihren Rat befolgt und bereits vergangenes Wochenende an die Erdbeerernte im nächsten Jahr gedacht.

Meine Erdbeeren stehen für gewöhnlich immer zwei Jahre im Beet. Jedes Jahr werden zu den bestehenden Erdbeeren aber zusätzlich noch einmal neue in ein anderes Beet gesetzt. So habe ich stets zwei Generationen im Garten und kann von der jüngsten Jahr für Jahr neue Ausläufer nehmen. Die ersten Ausläufer entwickeln sich bereits kurz nach der Ernte. Entweder man lässt sie erst einmal an Ort und Stelle Wurzeln schlagen, knipst sie später von der ‚Mutterpflanze‘ ab und gräbt sie großflächig aus oder man setzt sie sehr zeitig mit ihren wenigen Wurzeln in mit Erde gefüllte Pflanztöpfchen. Dort belässt man sie dann solange, bis sie über ein schönes Wurzelgeflecht verfügen und bereit für einen Umzug ins Beet sind.Erdbeeren selbst anbauen

Dieses Jahr habe ich nicht nur Ableger der Sorte Korona gesetzt. Auf dem Markt hatte ich zudem Jungpflanzen der Sorte Senta Sengana erspäht und mir einmal 15 Stück zum Ausprobieren gekauft. Die Sorte ist eine der beliebtesten unter Gartenbesitzern. Sie soll besonders ertragreich, robust und widerstandsfähig sein und mit dunklen, sehr süßen, aromatischen Früchten überzeugen. Nur Grauschimmel könnte ihr zum Verhängnis werden. Ich lass mich überraschen, was das kommende Jahr bringt.Erdbeeren pflanzen

Bei mehr als 1.000 verschiedenen Erdbeersorten hat man onehin die Qual der Wahl. Aber diese beeindruckende Zahl kann auch dazu verleiten, nicht nur Altbewährtem treu zu bleiben, sondern hin und wieder auch einmal eine andere Sorte auszuprobieren.

Erdbeeren gedeihen übrigens auf beinahe jedem Gartenboden, je nährstoff- und humusreicher er jedoch ist, desto besser. Wer mit dem Gedanken spielt, Erdbeeren in seinem Garten zu kultivieren, sollte das Beet etwa zwei Wochen zuvor vorbereiten. Dafür lockert man mit der Grabegabel einfach den Boden auf und entfernt sämtliche Wurzelunkräuter. Anschließend muss nur noch etwas Kompost und organischer Dünger eingearbeitet werden und voilà – ihr Plätzchen ist vorbereitet. Auch beim Pflanzen kann man nicht allzu viel falsch machen, wenn man ihnen genügend Abstand innerhalb und außerhalb der Reihe gewährt. Bei uns haben die Erdbeeren innerhalb der Reihe 40 cm und zwischen den Reihen 45 cm Platz. Und ganz wichtig: die Herzknospe der Pflanze darf nicht zu tief gesetzt werden.Erdbeeren der Sorte Senta Sengana-Pflanztipps

Ältere Erdbeergenerationen sollte man aber auch nicht vernachlässigen. Ein bisschen Pflege nach der Ernte tut ihnen gut und bewahrt sie vor möglichen Pilzkrankheiten. Deshalb schneide ich sie nach der Ernte zurück und befreie sie von altem Laub, Blütenständen sowie unnötigen Ablegern. Anschließend bekommen sie bei uns, sofern gerade verfügbar, ein bisschen reifen Kompost und getrockneten Pferdedung. Mehr Bedarf es eigentlich bis zum Frühjahr des nächsten Jahres nicht.

Sarah

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