Gemüsegarten

Tomaten in aller Munde

12. August 2017
Rote und gelbe Cocktail- und Salattomaten ernten

Seit Mitte Juli ist es endlich soweit, die ersten Tomaten in unserem Garten sind reif. Wie jedes Jahr machten die Cocktailtomaten Cerise Rot und Gelb den Anfang und die Sorten Sibirisches Birnchen und Schönhagener Frühe zogen schon bald nach. Ihre roten, gelben und orangefarbenen Früchte bringen Farbe auf den Teller und schmecken nicht nur klassisch als Salat, sie geben auch in Quiches, auf Pizzen, in Suppen, Soßen und in Pfannengerichten eine gute Figur ab. Wenn sie es denn bis in die Küche schaffen.

Das Schöne an Cocktailtomaten ist ja, dass sie aufgrund ihrer Größe förmlich zum Naschen einladen. Auch bei uns wandern sie während des Pflückens oftmals im Mund statt im Erntekorb. Aber bei der Menge an Tomaten, die im Laufe des Sommers zusammenkommen, sind kleine und größere Nascheskapaden halb so wild.

Außerdem werden nun auch die ersten Salattomaten reif. Schon ganz bald heißt es wieder Tomatensoße, Chutney, Ketchup und passierte Tomaten einkochen, damit man sich auch im Winter das unverkennbare Aroma von sonnengereiften Gartentomaten auf der Zunge zergehen lassen kann.

Voller Erntekorb Anfang August

Denn mal Hand aufs Herz, wenn man im Winter im Supermarkt zu Tomaten greift, ist eine herbe Enttäuschung bereits vorprogrammiert. Auch wenn die Tomaten extra aus dem Süden eingeflogen werden, können sie geschmacklich doch niemals mit den jetzigen Exemplaren mithalten. Wer kann, legt sich also einen kleinen Vorrat an. Deswegen wachsen in unserem Garten auch nicht nur ein, zwei oder drei, sondern gleich über 20 Tomatenpflanzen. Klingt erst einmal viel, aber im Sommer können wir einfach nicht genug von Tomaten bekommen. Und Freunde und Familie sollen ja auch mal kosten dürfen.

Salattomaten Paul Robson, MoneyMaker und Black Plum geschützt vor Regen

Bei unseren Salattomaten fiel die Wahl dieses Jahr auf die Sorten: Paul Robson, Green Zebra, MoneyMaker und Black Plum. Die fünf fühlen sich unterm Dach, geschützt vor Wind und Regen, am wohlsten. Ganz anders ergeht es da unseren Cocktailtomaten. Bei der Sortenauswahl hatte ich mich bewusst für jene mit besonderer Freilandeignung entschieden. Für über 20 Tomatenpflanzen ein überdachtes Plätzchen zu organisieren, kann bei begrenztem Gartenraum nämlich schnell zur Herausforderung werden.

Cocktailtomate Cerise Gelb unter freiem Himmel

Bei Tomaten mit besonderer Freilandeignung muss man dagegen bei fehlender Überdachung nicht gleich um seine Ernte bangen. Sie können auch mal Regen ab und sind viel braun- und krautfäuletoleranter als manch andere Tomate. Überhaupt finde ich, dass sich die Tomaten im großen Beet zwischen anderem Gemüse und ohne Dach viel besser machen als jene, die geschützt stehen. Dabei bekommen Erstere nun wirklich keine Sonderbehandlung, nur hin und wieder ein paar Pferdepellets.

Cocktailtomate Sibirisches Birnchen ohne Regenschutz anbauen

Die Tomaten mit Regenschutz beobachte ich dagegen schon eher mit Argusaugen. Bei ihnen darf das Wasser nämlich wirklich nicht von oben, sondern nur aus der Kanne kommen und das bitte auch nur „zu Füßen“. Einige Sorten sind eben doch sehr empfindlich. Dennoch ist der Anbau von Tomaten gar nicht so schwer und er lohnt sich. Hat man eine Handvoll Tomaten im Garten oder auch auf dem Balkon im großen Kübel können spätestens ab Ende Juli bis in den Herbst hinein stetig Tomaten geerntet werden.

Sarah

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