Blumen

Unsere Geranien beziehen ihr Winterquartier

23. November 2017

Geranien – welcher Gartenfreund kennt die beliebte Kübelpflanze nicht. Ich erinnere mich, sie schon als Kind auf Großmutters Fensterbrettern stehen gesehen zu haben. Auch in unserem Garten schmücken sie Jahr für Jahr so manche Ecke unserer kleinen Gartenterrasse. Was viele nicht wissen, das Storchschnabelgewächs ist eigentlich mehrjährig. Bringt man sie rechtzeitig ins Haus, kann die Balkonblume so manchen kalten Winter überstehen und im kommenden Jahr wieder vor Blüten und Knospen nur so strotzen. Unsere Geranien wandern diese Tage also ins Winterquartier.

Kälteempfindliche Topfblumen

Geranien (eigentlich Pelargonien) blühen von Mai bis zum ersten Frost. Weswegen es mir wirklich sehr schwer gefallen ist, sie fürs Winterquartier vorzubereiten und ins Gartenhaus zu räumen. Aber der erste richtige Frost lässt gewiss nicht mehr lange auf sich warten. Meine Dahlien hatte es vor einer Woche bereits erwischt. Wenn dieses Schicksal nun die Geranien ereilen würde, wären sie dahin. An ein Überwintern wäre dann nicht mehr zu denken. Also gehe ich auf Nummer sicher und schaffe sie ins Haus.

Geranien (Pelargonien) mehr als eine Saison kultivieren

Pelargonien – mit dem Schiff aus Südafrika nach Europa

Das Storchschnabelgewächs stammt eigentlich aus Südafrika. Mit Handelsschiffen sollen die ersten Pflanzen dieser Art bereits im 17. Jahrhundert nach Europa gelangt sein. Was für ein Glück, höre ich da so manchen (Hobby)Gärtner sagen. Was einigen beim Kauf von Pelargonien für Balkon- und Gartenkübel nicht bewusst ist, die Pflanzen sind eigentlich mehrjährig. Nur kann man sie in unseren Breitengraden eben nicht sich selbst überlassen. Vor allem Nachtfröste vertragen die empfindlichen Pflanzen nicht. Geschweige denn unsere Winter. Wem die Geranien lieb und teuer sind, der gewährt ihnen bis ins Frühjahr des kommenden Jahres einen kühlen Unterschlupf. Sie danken es einem ganz bestimmt. Insbesondere bei außergewöhnlichen Züchtungen wäre es auch ungemein ärgerlich, wenn man sie in der kommenden Gartensaison neu kaufen müsste.

Geranien überwintern – so gelingt‘s

Unsere Geranien stammen zwar nur vom Markt, sie sollen uns aber dennoch länger als nur eine Saison begleiten. Das Überwintern von Geranien sollte auch für Gartenneulinge keine großen Probleme darstellen. Oftmals kann man die Pflanzen auch in ihrem jetzigen Gefäß belassen. Vorausgesetzt, sie teilen dieses nur mit Ihresgleichen und nicht noch mit anderen Sommer- oder Topfblumen.

Geranien auf das Winterquartier vorbereiten: vorher & nachher

Geranien radikal zurückgeschnitten

Bevor die Geranien mitsamt Topf ins Winterquartier wandern, muss noch einmal die Gartenschere zum Einsatz kommen. Ich hatte die Haupttriebe weitestgehend auf etwa zehn Zentimeter eingekürzt und zudem nur wenige Seitentriebe gelassen. Außerdem habe ich einen Großteil der Blätter entfernt, weil diese für gewöhnlich Angriffsfläche für Pilze und andere Krankheitserreger bieten. Zurechtgestutzt können sie anschließend an einem kühlen Standort überwintern.

Unsere Pflanzen haben einen Fensterplatz bezogen. Dort herrschen den Winter über maximal 10 Grad Celsius. So sind die Geranien erst einmal in ihrem Wachstum gehemmt und treiben nicht vorzeitig aus. Diese Gefahr droht vor allem dann, wenn sie zu dunkel und zu warm stehen. Überwinternde Geranien benötigen natürlich nicht so viel Wasser wie in den Sommermonaten, dennoch darf es an diesem auch im Winterlager nicht fehlen.

Geranien um kühlen Gartenhaus überwintern

Geranien im Frühjahr auf die Saison vorbereiten

Bei guter Pflege treiben die Geranien im Frühjahr wieder aus. Spätestens dann benötigen sie frische Blumenerde, um mit den wichtigsten Nährstoffen versorgt zu sein und durchstarten zu können. Nach dem langen Winter sollte man die Pflanzen ab Februar langsam wieder an wärmere Temperaturen gewöhnen. Das hat den Vorteil, dass die Pflanzen schneller blühen und man sich früher und länger an ihnen erfreuen kann.

Vielleicht gebt ihr Euren Geranien ja auch eine weitere Saison. Dann würde es mich interessieren, ob ihr sie ebenso im Topf überwintert oder noch eine andere Vorgehensweise kennt. Vielleicht hat jemand von Euch ja auch Sorten, die besonders schön und empfehlenswert sind. Ich bin gespannt!

Sarah

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