Beilagen

Rotkohl ernten und verarbeiten – ein Rezeptvorschlag

5. Oktober 2017
Rotkohl mit Apfel und Johannisbeergelee als Beilage

Rotkohl ist bei uns eine beliebte Beilage und das nicht nur zur Gans an Heilig Abend. Auch im übrigen Jahr wird hin und wieder Rotkohl zu Gulasch, Roulade oder Schweinebraten serviert. Ich habe das rote Kraut schon als Kind zu Quetschkartoffeln und Bratensoße geliebt. Ein Grund mehr für uns, Rotkohl auch im eigenen Garten anzubauen. Im letzten Blogbeitrag habe ich bereits von unserem erntereichen Rotkohljahr berichtet. Nun geht’s ans Einmachen beziehungsweise Einkochen. Wie versprochen stelle ich Euch mein allerliebstes Rotkohlrezept vor. 

Eigentlich hätten wir schon viel früher mit der Ernte und dem Einkochen unseres Rotkohls beginnen können. Jedoch findet sich im Hochsommer immer nicht die nötige Zeit und andere Gartenarbeiten haben dann einfach Vorrang. Außerdem möchte man seinen Garten manchmal auch einfach nur für ein paar Stündchen genießen und nicht nur ackern.

In den letzten Tagen hatten wir aber frei und vor der Haustür herrschte ungemütliches Oktoberwetter. Selbst mit Gummistiefeln und Regencape wären wir uns zu mancher Stunde im Garten einfach fehl am Platz vorgekommen. Wir nahmen uns also die Zeit, den Rotkohl einzukochen.

Überraschung bei der Rotkohlernte

Vor ein, zwei Monaten hatten wir schon einmal drei wunderschöne große Köpfe Rotkohl geerntet. Damals brachte jeder einzelne Kopf etwas über zwei Kilo auf die Waage. Die Übrigen ließen wir bis letzte Woche im Beet. Bei der jetzigen Ernte mussten wir jedoch leider die Erfahrung machen, dass die Witterung zumindest an den äußeren Kohlblättern ihre Spuren hinterlassen hatte. Auch die Kellerasseln schienen auf den Geschmack von Kohl gekommen zu sein. Sowohl an den Außenblättern als auch am Strunk fanden sich eine Vielzahl an Kellerasseln. Die ersten teils welken teils angeknabberten Blätter mussten wir also entfernen. Nichtsdestotrotz brachte der Kohl trotzdem noch mehr als ein Kilogramm auf die Waage – also noch genug Kraut fürs Rotkohlrezept. Geärgert hatte ich mich dennoch ein wenig.

Rotkohl frisch vom Beet in der Küche verarbeiten

Rotkohl als warme Beilage

Das Rotkohlrezept, das ich Euch an dieser Stelle vorstellen möchte, haben wir schon einige Male mit der gesamten Familie zu Gans und Klöße verspeist. Es ist also erprobt. Dennoch bin ich von anderen Zubereitungsvorschlägen natürlich nicht abgeneigt – zwei Köpfe gilt es in den kommenden Wochen nämlich noch zu verarbeiten.

Nun aber zur Zubereitung des Rotkohls. Wir mögen die warme Beilage zu Fleisch und Kartoffeln oder Klößen gerne fruchtig, deswegen bereiten wir sie mit Äpfeln und etwas Johannisbeergelee zu. Für die Vorbereitung der einzelnen Zutaten und die Zubereitung an sich, sollte man in etwa 90 Minuten Zeit einplanen.

Rotkohl selber machen mit Zutaten aus dem eigenen Garten

Rotkohlrezept

Zutaten für etwas mehr als 1kg Apfelrotkohl

1 Kg Rotkohl

3 Äpfel

1 Zwiebel

40g Butterschmalz

300ml Gemüsebrühe

3 Nelken

Salz

Pfeffer

3 EL Rotweinessig

3 EL Rotes Johannisbeergelee

 

Zu allererst den ganzen Rotkohl abspülen und die äußeren Blätter entfernen (vor allem, wenn diese ein ähnliches Schicksal hatten, wie die meines Kohls). Den Rotkohl in etwa vier gleich große Stücke teilen. Den Strunk entfernen und den geviertelten Kohl in feine Streifen schneiden.

Die Äpfel säubern, ihre Schale entfernen und vierteln. Das Kerngehäuse rausschneiden und den Apfel in kleine Stücke schneiden.

Die Zwiebel erst halbieren, von der Schale befreien und dann fein würfeln. Das Butterschmalz in einem großen Topf erwärmen und alle vorbereiteten Zutaten hinzugeben und andünsten. Mit Brühe ablöschen. Nelken dazugeben und mit Salz und Pfeffer würzen.

Einen Deckel auf den Topf geben und das Ganze 50 Minuten schmoren. Zum Ende hin den Essig und das Johannisbeergelee beigeben und den Rotkohl abschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Rotkohl klein schneiden und einkochen

Rotkohl selbst zubereiten

Rotkohl mit Apfel und Johannisbeergelee verfeinern

Rotkohl auf Vorrat

Wir haben unseren Rotkohl dieses Mal auf Vorrat gekocht. Statt auf den Teller landete die warme Beilage bei uns vorerst in Schraubgläsern. Wenn uns Dreien demnächst nach selbstgemachtem Rotkohl ist, können wir uns kurzerhand ein Gläschen öffnen und das Rotkraut für kurze Zeit im Topf erwärmen.

Wer es uns gleichtun möchte, sterilisiert die Gläser, während der Rotkohl noch auf dem Herd vor sich hin schmort. Beim Einfüllen in die Gefäße sollte man darauf achten, nicht zu wenig Blaukraut einzufüllen. Wir haben den Inhalt mit Hilfe eines Esslöffels verdichtet und den Rotkohl sowie ein bisschen Sud bis kurz unter den Rand gefüllt.

Rotkohl im Schraubglas - so gelingt das Einkochen

Anschließend gingen die gefüllten und gut verschlossenen Gläser nochmal für 15 Minuten in ein 90 Grad Celsius warmes Wasserbad im Wecktopf. Wer keinen Einwecktopf hat, kann die Gläser auch in den vorgeheizten Backofen auf ein mit Wasser gefülltes Backblech stellen. Hat man noch ausreichend Platz im Gefrierschrank, ließe sich der zubereitete Rotkohl auch einfrieren. Vorher sollte man ihn natürlich abkühlen lassen.

Euch viel Spaß beim Nachkochen. Bon appétit!

Sarah

2 Kommentare

  • Reply Sabrina 19. Oktober 2018 at 23:13

    Hallo und vielen Dank für dieses Rezept. Ich werde es dieses Wochenende gerne ausprobieren.
    Schöne. Grüße
    Sabrina

    • Reply Sarah 12. November 2018 at 20:17

      Hallo Sabrina, sehr gerne! Berichte, wie es geschmeckt hat.
      Liebe Grüße, Sarah

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